Die Games Academy war die perfekte Basis für meinen Einstieg in die Games Branche.

Olliver Heins

Head of Games, GoodGame Studios

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E-Bob the Virus

Project:

Ein knuffiger kleiner Held mit Händen und Füßen, aber ohne Arme oder Beine. Wieselflink wetzt er in diesem cleveren Jump´n´Run durch ansprechend designte High-Tech-Level im Inneren eines Computers. Und die Flucht vor der hiesigen Sicherheits-Software macht dem Eindringling gehörig zu schaffen...

Team:

Geon Cho
Patrick Gladys
Verena Gruse
Stephan Oberhoff
Alexander Tim Kuhn

 

 

Review: E-Bob the Virus

Meist sind es bei der Entwicklung eines Spiels die Selbstverständlichkeiten, die die Arbeit so komplex und herausfordernd machen. Spielt man ein Jump'n'Run wie Super Mario Bros., Mega Man 2 oder Sonic The Hedgehog, dann sind es meist die cleveren Leveldesigns oder die hübsche Grafik, die dem Spieler am stärksten auffallen. Über Feinheiten wie das Sprungverhalten ihres Helden machen sich die wenigsten Spieler Gedanken. Der Klempner, der Roboter oder der Igel springen halt – was soll daran schon so kompliziert sein?

Nun, eine ganze Menge, wie Geon Cho und sein Team Vitamin X der GAMES ACADEMY, bestehend aus Patrick Gladys, Verena Gruse, Stephan Oberhoff und Alexander Tim Kuhn bei der Entwicklung ihres Erstsemesterprojekts E-Bob the Virus feststellten. Geon und seine Mitstreiter spielten zahllose Hüpfer probe, lasen kluge Artikel über das ideale Sprungverhalten im Jump'n'Run und studierten sogar diverse Graphen damit ihr digitaler Antiheld E-Bob sich so optimal wie möglich durch die Tiefen des infizierten Rechners schlägt. Und um es schon einmal vorweg zu nehmen: Die Mühe hat sich ausgezahlt.

Aber wer ist dieser E-Bob eigentlich? Auf den ersten Blick wirkt er wie der graue Verwandte von  Ubisofts Rayman: Ein knuffiger kleiner Held mit Händen und Füßen, aber ohne Arme oder Beine – die Extremitäten schlackern locker in der Luft. Das sieht für den unbedarften Spieler komisch aus, hat aber einen großen Vorteil: Man kann den Helden mit überschaubaren Aufwand extrem flüssig animieren. Und so wetzt der gehörnte Bursche mit dem leichten Unterbiss wieselflink durch die clever und ansprechend designten High-Tech-Levels im Inneren eines Computers. Den wollte er mit Hilfe seiner Virus-Kollegen eigentlich gehörig infizieren, aber leider machte die hiesige Sicherheits-Software den Eindringlingen einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist nur noch E-Bob übrig und der will eigentlich nur noch seine Ruhe haben und sucht nun sein Heil in der Flucht.

E-Bob the Virus entstand, genau wie Blibbers Adventure aus dem gleichen Jahrgang, mit Microsofts XNA-Entwickleroberfläche – eine Engine die weit komplexer zu bedienen ist als der früher oft an der GAMES ACADEMY verwendete Game Maker, der aber im Gegenzug weit mehr technische Möglichkeiten, inhaltliche Freiheit und spielerische Dynamik bietet. Das merkt man E-Bob sehr deutlich an: das Jump'n'Run spielt sind flott wie die großen 16Bit-Hüpfer und verschreibt sich dabei aber gleichzeitig dem diabolischen Leveldesign der klassischen NES-Schule.

Die Hindernisse bei E-Bob sind von der Art, die selbst dem guten, alten Mega Man schlaflose Nächte bereiten würden. Laserbarrieren, bodenlose Gruben, bewegliche Plattformen, verschwindende Böden – all die Nettigkeiten, mit denen Nintendo, Sega, Konami, Capcom und Konsorten in den späten 80ern nur zu gerne kleine und große Kinder quälten. Aber dank der wunderbar griffigen Steuerung kommt E-Bob the Virus bestens mit all diesen liebevoll gemachten Bösartigkeiten zurecht. Klar, er wird tausend Tode sterben – aber die Motivation stets erhalten und irgendwann hat man E-Bob dann doch sicher zum Levelausgang geführt.

Mit E-Bob the Virus hat Vitamin X nicht nur ein erstklassig spielbares Jump'n'Run auf die Beine gestellt, die jungen Studenten der GAMES ACADEMY bewiesen im Zuge dessen auch direkt, wie sehr ein solches Projekt davon profitiert, wenn man nicht einfach wild drauflos coded, sondern sich erst einmal ein wenig mit der Theorie und den Grundlagen eines Genres beschäftigt! Das Ergebnis ist ein runder, harmonischer Entwicklungsprozess und ein aufs hervorragendste unterhaltener Spieler.

 

Thomas Nickel